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Herzlich willkommen bei der Hospiz-Initiative Fichtelgebirge!

Da ist ein Land der Lebenden
und ein Land der Toten.

Und die Brücke zwischen ihnen ist die LIEBE
- das einzig Bleibende, der einzige Sinn.

Thornton Wilder

 

 

Neuer Grund- und Aufbaukurs

Demnächst startet wieder ein neuer Grund- und Aufbaukurs für ehrenamtliche HospizbegleiterInnen.

Nähere Infos zur Öffnet internen Link im aktuellen FensterVorbereitung auf die Hospizbegleitertätigkeit finden Sie hier.

Über die Ausbildungstermine und -themen können Sie sich direkt Leitet Herunterladen der Datei einin dieser PDF-Datei informieren.

Und bei Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Öffnet internen Link im aktuellen FensterHospizkoordinatorin Liane Fröhlich.

 

Fort- und Weiterbildung

 

Gerne machen wir auf die Fortbildungsangebote der Diakonie Hochfranken aufmerksam.

Hier gibt es die Öffnet externen Link in neuem FensterInfos zu den Fort- und Weiterbildungsangeboten "Pflege, Medizin und Therapie".

Und hier geht es Öffnet externen Link in neuem Fensterzur Anmeldung.

Natürlich gibt es Weiterbildungsangebote auch direkt bei der Hospiz-Initiative Fichtelgebirge - Infos dazu unter "Öffnet internen Link im aktuellen FensterAngebote"

Demenz - Leben in einer Bilderwelt


(Dr. Dieter Hofmann, Coburg)

 

Marktredwitz -"Eine ganz einfache Welt mit ursprünglichen Leiden und Freuden", so nennt Dr. Dieter Hofmann das Universum, in dem ein Demenzkranker sich befindet. Der Coburger Diplom-Pädagoge und Diplom-Psychogerontologe, der auf Einladung der Hospiz-Initiative Fichtelgebirge, der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Wunsiedel (KEB) und des Evangelischen Bildungswerks Wunsiedel (EBW) ins Martin-Schalling-Haus Marktredwitz gekommen war, vermittelte seinen zahlreichen Zuhörern auf sehr anschauliche Weise, wie ein menschenwürdiger Umgang mit dementen Menschen gelingen kann. "Dement-sprechend. Das ABC der Demenz" lautete der Titel seines Vortrags.

Hofmann geht bei dem genannten ABC von drei "Ebenen" des menschlichen Gehirns aus: "A" stehe für "Abstraktes Denken", das naturgemäß auch immer mit Angst und Sorgen verbunden sei. "Der Preis eines funktionierenden Gehirns ist die Angst", sagt er. Mit fortschreitender Demenz trete der Erkrankte ins Stadium "B", das "Bilder" und "Beziehung" repräsentiere, ein zeitloses Reich, in dem er "immer ehrlicher" werde und ohne Rücksicht auf Höflichkeit oder Konventionen all das "rauslasse", was ihn vielleicht seit Jahrzehnten umgetrieben hat: So würden bei der Generation der jetzigen Alten zum Beispiel Kriegstraumata oft erst in der Demenz thematisiert; allgemein "kaut man noch einmal durch, was in der Vergangenheit unverdaulich war".

Wie geht man gut mit jemandem um, der sich in diesem Zustand befindet? Hofmann verweist zunächst auf die immense Bedeutung von Berührung. "Zwei Minuten Hand-Finger-Massage täglich bei einem dementen Menschen im Seniorenheim, und die Pflegekraft kann arbeiten, ohne dass ihr Schutzbefohlener sich instinktiv und aggressiv zur Wehr setzt." Und ganz wichtig: niemals mit Gegenargumenten arbeiten! Wer sich in einer zeitlosen Welt befindet, werde nur zusätzlich verängstigt, wenn er hören muss, dass zum Beispiel die Eltern doch schon lange verstorben seien. Allgemein sei wertschätzende Anerkennung die beste Strategie und manchmal könnten Kleinigkeiten unendlich viel bewirken: Seniorenheime würden ihren dementen Bewohnern viel Angst und Unruhe nehmen, wenn es etwas zu entdecken und zu tun gäbe, auch wenn es nur stereotype Handlungen sind. Auch Gerüche von früher seien ein verblüffend wirksamer Schlüssel zum Wohlbefinden, wie zum Beispiel bei dem dementen ehemaligen Automechaniker, der mit einem mit Dieselöl getränkten Lappen in der Hand stundenlang glücklich im Sessel sitzt. "Warum gibt es keine Pflegebetten als Wiegen?" fragt Hofmann. Man wisse doch, wie man Babys zur Ruhe bringt, genauso gelinge das bei Demenzkranken. Und warum nicht auch etwas zum Saugen geben, wenn im Endstadium der Krankheit nur noch die Nervenenden im Mund funktionieren?
Damit ist Hofmann beim Stadium C angelangt, wenn der Lebenskreis sich schließe. Ständig wiederkehrende Bewegungsabläufe wie Wischen oder Schlagen seien zu beobachten. Der Horizont, sowohl geistig als auch räumlich, verenge sich immer mehr. Es kehre Stille ein, nach langen Phasen von Verwirrtheit und Leben in einer Bilderwelt aus früheren Zeiten. "Demenz", sagt Hofmann, "ist oft eine Art Selbstreinigung der Seele, bevor sie geht."

Ambulanter Hospizdienst

für den Landkreis Wunsiedel

Tel.: 0177 / 59 10 177

 

Aktuelles

Informationsabend zum Grundkurs für HospizhelferInnen

Do, 19.09.2019, 19:00 Uhr
Wunsiedel, Kath. Pfarrheim St. Wolfgang, Senestreyplatz 3

Referentinnen: Helga Scherzer-Kaufmann, Weißenstadt, 1. Vorsitzende der Hospiz-Initiative Fichtelgebirge e.V. und Liane Fröhlich, Selb, Krankenschwester, Palliativ-Care-Kraft, Hospiz-Koordinatorin

Veranstalter: Hospiz-Initiative Fichtelgebirge e.V. in Kooperation mit der KEB Wunsiedel

Sa, 28.09.2019, 13:30 - 18:00 Uhr

Kraft tanken und die Seele stärken
Wanderung zum Wendener Stein

Start: Bad Alexandersbad, Altes Kurhaus, (neben Alexbad), Markgrafenstraße 28

Referent: Dr. Bernd Thieser, Wunsiedel, Historiker, Pädagoge

Nur für aktive HospizmitarbeiterInnen!

Anmeldung: bis spätestens Di 24.09.2019 bei der Hospiz-Initiative Fichtelgebirge (Kathrin Herde)

Veranstalter: Hospiz-Initiative Fichtelgebirge e.V.

Mi, 30.10.2019, 17:00 - 18:00 Uhr

Jubiläums-Mitgliederversammlung der Hospiz-Initiative

Ort: Weißenstadt, Café Seel, Wunsiedler Straße 5, 1. Stock

Veranstalter: Hospiz-Initiative Fichtelgebirge e.V.

Anschließend Pause und kleines Bufett.

Mi, 30.10.2019, 18:30 - 20:00 Uhr

Musikalische Reise durch das Kaleidoskop des Trauerns - Vortragskonzert
Zwanzig Jahre Hospiz-Initiative Fichtelgebirge

Ort: Weißenstadt, Bürgersaal, Wunsiedler Straße 4, 1. Stock

Gesang, Erläuterungen: Chris Paul
Gitarre: Udo Kamjunke

Eintritt frei, Spenden erbeten

Veranstalter: Hospiz-Initiative im Fichtelgebirge, KEB Wunsiedel und EBW Selb-Wunsiedel